„Wir haben es satt!   Eine neue Agrarpolitik jetzt!“

Angesichts der derzeitigen Diskussion über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik ist das Tagungsthema höchst brisant. Die Deregulierung der Agrarmärkte, die Ausweitung des Freihandels und die Abschaffung von Instrumenten zur Preisstabilisierung bedrohen die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft in Europa und anderswo.

Wir Bauern und Bäuerinnen der ÖBV Via Campesina Austria und der bayrischen AbL wollen den dort anwesenden AgrarpolitikerInnen sowie der Öffentlichkeit klar machen, dass wir das Geschwätz von „freien Märkten“ mehr als satt haben. Die sogenannten „liberalisierten Märkte“ dienen einzig und allein dazu, die Agrarindustrie zu unterstützen und der Nahrungsmittelverarbeitenden Industrie billige Rohstoffe zu verschaffen. Es soll gewährleistet werden, dass die Preise der in Europa produzierten landwirtschaftlichen Waren niedrig genug bleiben, damit die Europäische Nahrungsmittelexport-Industrie auf dem Weltmarkt konkurrieren kann.

Um nachhaltige bäuerliche Betriebe in ganz Europa zu erhalten, müssen Bäuerinnen und Bauern mit kostendeckenden und stabilen Preisen entlohnt werden. Agrarmärkte müssen also geregelt werden, damit alle Menschen Zugang zu gutem Essen haben können und es in Europa zukünftig mehr statt weniger Bauern und Bäuerinnen gibt. Bestehende Regulierungen abzuschaffen und die daraus resultierenden Preisschwankungen durch Spekulation und teure Risikoversicherungen reduzieren zu wollen, schlägt dem Fass den Boden aus!

Wir fordern daher, die Marktregulierungsmaßnahmen zu stärken und sie ins Zentrum der zukünftigen Gemeinsamen Ernährungs- und Agrarpolitik zu stellen.

Nach dem Seehofers Zukunftsrat empfohlen hat, dass sich die Ländlichen Gebiete mehr nach Österreich orientieren sollen, ist es notwendig, dass möglichst viele aus Bayern nach Salzburg fahren !

Bitte bringt Scheibtruhen/Schubkarren, ausgestopfte Jutesäcke, Schilder und Transparente, Kuhglocken, Ratschen, Trommeln und Musikinstrumente mit.

haberlkarren

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